Stufenloser Übergang von SDI- zu IP-Welt

Egal, ob in Produktion, Kontribution oder Distribution – für einen reibungslosen Übergang von klassischen SDI- zu IP-Infrastrukturen sind wichtige Aspekte zu beachten: Einerseits müssen die hohen Broadcast-Anforderungen gewährleistet bleiben. Andererseits sollen alle Vorteile der IT-Infrastrukturen genutzt werden, vorzugsweise unter Verwendung bekannter und bewährter Broadcast-Workflows.

 

Wie überwachen und orchestrieren Sie die unterschiedlichen Komponenten in IP-basierten Audio- und Videoinfrastrukturen? Wie integrieren Sie Broadcastlösungen in Software Defined Networking-IT? Wie ermöglichen Sie den sicheren und übersichtlichen Betrieb in Ihren Produktions-, Distributions- und Kontributionsnetzen?

Als Vorreiter auf dem Gebiet der IP-basierten Broadcaststeuerung entwickelte BFE mit KSC SILKNET bereits 2011 einen Software Defined Network Controller speziell für die Anforderungen im Broadcast-Bereich.

 

Basierend auf diesen Erfahrungen und einer konstanten Weiterentwicklung bietet KSC SILKNET eine der fortschrittlichsten und vielseitigsten SDN-Lösungen im Markt.

 

Zentrale Komponenten von KSC SILKNET sind die Module Bandwidth Manager, Topology Manager, Network Service Manager, Pathfinder und Discovery Service.

Bandwidth Manager

Intelligente Bandbreitenverwaltung

Durch die Bandbreitenverwaltung des Bandwidth Managers, einen intelligenten Routing-Algorithmus, Priorisierung und Absicherung von Datenübertragungen, ist der notwendige Quality of Service für Video, Audio und zugehörige Metadaten zu 100% gewährleistet. Quality of Service ist somit also nicht länger eine Frage der Wahrscheinlichkeit bzw. ein Best-Efforts-Bemühen – wie in IP-basierten Systemumgebungen ohne Bandbreitenverwaltung.

Darüber hinaus ist es mit KSC SILKNET möglich, Bandbreiten und Routen für die klassischen IT-Dienste einfach und sicher zu reservieren, ohne dass Video- und Audiodienste beeinträchtigt werden.

Topology Manager

Alle Informationen auf einen Blick

Wahlweise wird die gesamte oder Teile der Netzwerktopologie übersichtlich und mit wichtigen Informationen wie Status der Sender und Receiver, oder aktuell verwendete, bzw. zur Verfügung stehende, Bandbreite an jedem Link zwischen den Switches, dargestellt. Weitere Geräteparameter wie SDP-Dateien oder aktuell aufgebaute Network Services auf der gesamten Route, kann sich der Benutzer übersichtlich anzeigen lassen.

Network Service Manager

Der Network Service Manager speichert alle aktuell aufgebauten Network Services, sowie deren Status. Das Modul liefert zum Beispiel Information darüber, wie viel Bandbreite an einem Link zwischen zwei Switches aktuell in Benutzung / verfügbar ist.

Pathfinder

Cleveres Routing für optimale Verbindungen

Der Pathfinder berechnet die günstigste Route zwischen einem Sender und Empfänger, auf der die notwendige Bandbreite für den jeweils angewählten Network Service zur Verfügung steht. Bei den Point-to-Multipoint-Verbindungen wird die günstigste Abzweigung zu einem weiteren Empfänger berechnet. Dabei werden alle Netzwerkarchitekturen unterstützt, von einem zentralen Switch, über Spine-Leaf, bis hin zu vermaschten Netzwerkarchitekturen. Bei Schaltungen mit Hitless-mode protection, ist der Pathfinder in der Lage, zwei Routen in zwei verschiedenen Netzwerken zu berechnen, oder zwei disjunkte Routen in einem Netzwerk, falls die Netzwerkarchitektur dies erlaubt. Damit lassen sich Ihre Signalübertragungen maximal gegen Ausfälle bzw. Signalverlust schützen.

Durch die Implementierung von beiden Varianten des Destination Timed Switching, Make-Before-Break und Break-Before-Make, ist die Unterstützung für Clean-Switching gewährleistet. Der Benutzer kann die gewünschte Methode für einen Empfänger fest konfigurieren oder dynamisch wählen.

Discovery Service

Automatische Geräteerkennung

Der Discovery Service erfüllt die NMOS IS-04 Spezifikation und integriert die Möglichkeit der automatischen Erkennung und Registrierung von NMOS-kompatiblen Geräten.

Das Beste aus beiden Welten

KSC SILKNET gewährleistet durch einen Hardware Abstraction Layer die Unterstützung aller relevanten Standard- und proprietären Protokolle, sodass Switches und Edge Geräte beliebiger Hersteller in das System eingebunden werden können. Über ein Northbound-Interface können auch Broadcaststeuersysteme anderer Hersteller über Ember+ Protokoll die IT-Infrastruktur ähnlich einer Kreuzschiene steuern.

 

Mit einer erweiterten Northbound API bietet KSC SILKNET die Möglichkeit einer tieferen Integration mit dem Broadcaststeuersystem KSC CORE. Dabei können z.B. Network Service Types, Protection Mode, Switching Method usw. schon in KSC CORE gewählt und müssen nicht statisch konfiguriert werden. Auch die Verwaltung der Geräte und deren Parameter, sowie deren Übergabe an KSC SILKNET ist möglich.

 

Die Konfiguration von KSC SILKNET und die Überwachung der IP-Infrastruktur erfolgt über eine web-basierte Anwendung.

 

In der Kombination mit KSC CORE entfaltet KSC SILKNET seine volle Stärke: Die Möglichkeit mit bekannten Workflows aus der Broadcast-Welt, die neuen IP-basierten Infrastrukturen zu betreiben. Durch eine moderne Architektur und eine native Integration der beiden Systeme, bleibt gleichzeitig die Möglichkeit für die Einführung neuer Workflows offen.

 

Somit können mit KSC SILKNET in Kombination mit KSC CORE selbst hybride Systemumgebungen erfolgreich betrieben werden. Investitionen können so dem jeweiligen Finanzhaushalt angepasst werden und erlauben eine schrittweise Transformation. Technische Herausforderungen lassen sich somit – ebenso wie Änderungen im Personal – leichter meistern. Ein reibungsloser 24/7 Betrieb wird damit ideal unterstützt und der Technologiewandel extrem erleichtert.

 

Key Features:

  • Unterstützung von SMPTE 2110, SMPTE 2022-6, AES67, Dante

  • Kompatibel mit SMPTE 2022-7 Spezifikationen

  • Destination Timed Switching (wahlweise Make-Before-Break oder Break-Before-Make)

  • Automatische Geräteerkennung durch NMOS IS-04 Registration and Discovery Service

  • Kompatibel mit Layer 3 Netzwerken

  • Unabhängig von der Netzwerkarchitektur

  • Herstellerneutral in Bezug auf Switche und Geräte

  • Intuitive web-basierte GUI für Konfiguration und Überwachung

  • Einfaches Northbound Ember+ Interface für die Abstraktion des Netzwerks wie Kreuzschiene und Integration mit 3rd Party Broadsteuersystemen

  • Erweiterte Northbound API für eine tiefe Integration mit dem Broadsteuersystem KSC CORE

  • Hochverfügbar durch Hot/Hot-Standby Cluster

 

Die Kombination aus KSC SILKNET und KSC CORE ermöglicht schrittweise Migration von SDI- zu IP-basierten Infrastrukturen (hybride Systemumgebungen) und ermöglicht es Nutzern, ihre bisherigen Workflows weiter zu nutzen und gleichzeitig von den Möglichkeiten in der IP-Welt zu profitieren.

 

Einfacher Zugang zu allen Netzwerk Services sowie deren übersichtliche Visualisierung und Management sowie Tools wie Session Description Viewer oder Flow Information Viewer machen KSC SILKNET zu DER Lösung für vielseitige SDI-/IP-Projekte.

 

Sprechen Sie uns gerne an, wir beraten Sie wie Sie KSC SILKNET und andere KSC Produkte auch in Ihre Broadcast-Infrastruktur einbringen können.

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