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ARD-Auslandsstudios des WDR: Sechs Studios, drei Kontinente, ein Konzept

Als Generalunternehmer verantwortet BFE die vollständige medientechnische Integration aller sechs Standorte.

Auf einen Blick

  • Kunde: Westdeutscher Rundfunk (WDR), Köln

  • Rolle: BFE als Generalunternehmer (EU-weites Vergabeverfahren)

  • Zeitraum: Juni 2022 bis Dezember 2025

  • Standorte: Paris (12/2022), Brüssel (07/2023), Nairobi (12/2023), Warschau (05/2024), New York

  • (09/2024), Washington D.C. (12/2025)

  • Leistungsumfang: Vollständige medientechnische Integration aus einer Hand

  • Steuerung und Monitoring: KSC Core und KSC SinAlarm


Internationale Studioproduktion auf einheitlicher Technikbasis

Über drei Jahre hat BFE im Auftrag des Westdeutschen Rundfunks sechs ARD-Auslandsstudios auf drei Kontinenten technisch erneuert und in den Regelbetrieb überführt. Ausgangspunkt war ein EU-weites Vergabeverfahren, aus dem BFE als Generalunternehmer hervorging.


Auf Basis eines gemeinsamen technischen Gesamtkonzepts entstanden an allen sechs Standorten moderne, crossmediale Produktionsumgebungen: Paris, Brüssel, Nairobi, Warschau, New York und Washington D.C. Über Zielsetzung und Umsetzung haben wir bereits während der Projektlaufzeit berichtet.


Ein technisches Design für sehr unterschiedliche Standorte

Die sechs Studios unterscheiden sich erheblich in Größe, Infrastruktur und lokalen

Rahmenbedingungen. Dennoch liegt allen ein gemeinsames technisches Design zugrunde: Systemarchitektur und eingesetzte Komponenten sind standortübergreifend definiert. Abweichungen ergeben sich ausschließlich aus landesspezifischen Anforderungen oder der erforderlichen Dimensionierung der Systeme.


An vielen Standorten kommen identische Hersteller und Gerätetypen zum Einsatz. Die konkrete Ausprägung richtet sich nach dem jeweiligen Einsatzprofil. So lassen sich sehr unterschiedliche Produktionsanforderungen mit einem konsistenten technischen Konzept umsetzen.


Standardisierung als Grundlage für Betrieb und Support

Die gewählte Standardisierung wirkt sich direkt auf den langfristigen Betrieb aus. Service-und Supportprozesse lassen sich zentral organisieren, Know-how standortübergreifend aufbauen sowie Wartung und Ersatzteilhaltung klar strukturieren. Bei international verteilten Produktionsstandorten erhöht diese Konsistenz die Betriebssicherheit und vereinfacht die Systembetreuung über Jahre hinweg.


Ein weiterer Effekt: Die einheitliche Systemlogik verkürzt Einarbeitungszeiten und erleichtert die standortübergreifende Unterstützung.


Umsetzung im laufenden Sendebetrieb

Die technische Erneuerung erfolgte schrittweise, ohne den laufenden Sendebetrieb zu unterbrechen. An allen Standorten wurden temporäre Produktionsumgebungen eingerichtet, bevor die neue Technik in Betrieb ging. Den Projektverlauf prägten kurze Umsetzungszeiträume, komplexe Logistik und internationale Abstimmungen. Die hohe Standardisierung im Projektansatz, mit identischer technischer Ausführung und wiederholbaren Abläufen, war dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor: Jedes abgeschlossene Studio lieferte Erfahrungen, die beim nächsten Standort direkt angewendet werden konnten.


Technische Integration aus einer Hand

BFE verantwortete den gesamten Leistungsumfang: Steuerungs- und Monitoringlösungen auf Basis von KSC Core und KSC SinAlarm, Produktions- und Infrastrukturtechnik, Studio- und Arbeitsplatzmöblierung sowie die vollständige Inbetriebnahme an jedem Standort. Die Studios unterstützen heute vernetzte Workflows für Video und Audio – ob Fernsehen, Hörfunk, Online oder Social Media – und sind technisch einheitlich aufgestellt. Der Projektabschluss zeigt, dass international verteilte Broadcast-Infrastrukturen mit einem klaren Standardisierungskonzept, technischer Präzision und enger Zusammenarbeit zuverlässig gelingen.


Key Takeaways für Planer und Betreiber

  • Einheitliches technisches Design für sehr unterschiedliche Studio-Standorte

  • Vollständige medientechnische Integration aus einer Hand, inklusive Steuerung, Monitoring und Möblierung

  • Umbau bei laufendem Sendebetrieb durch temporäre Produktionsumgebungen

  • Standardisierung als Basis für effizienten Betrieb, Support und Wartung

  • Wiederholbares Rollout-Konzept: Erfahrungen jedes Studios fließen direkt in den nächsten Standort ein

  • Skalierbar für weitere internationale Standorte

Zwei Mitarbeitende in der Regie des ARD-Studios Washington vor einer Videowall mit Multiviewer und Weltzeituhren

08.10.2026

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